Das Glaukom (Grüner Star)

Allgemeines

Das Glaukom, auch Grüner Star genannt, bezeichnet eine Schädigung des Sehnervs infolge von erhöhtem Augeninnendruck oder Durchblutungsstörungen.

Das Glaukom kann im Prinzip jeden treffen. Ab dem 40. Lebensjahr steigt jedoch die Wahrscheinlichkeit, an einem Glaukom zu erkranken. Weitere Risikofaktoren sind Glaukomvorkommen in der Familie, eine höhere Kurzsichtigkeit ab minus 5 Dioptrien, Herz- und Kreislauferkrankungen sowie Kortisonbehandlungen.

Da die Sehnervschädigungen irreparabel sind und die Krankheit überwiegend schleichend verläuft, ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Augenarzt ab dem 40. Lebensjahr äußerst wichtig. Neben der Messung des Augeninnendrucks sollte auch die Untersuchung des Sehnervs erfolgen. Beide Vorsorgemaßnahmen werden nicht von den Krankenkassen übernommen und kosten 16 - 20 Euro.

Symptome & Ursachen

Das Offenwinkelglaukom entsteht meist durch eine Abflussstörung des Kammerwassers, das für die Nährstoffversorgung von Hornhaut und Linse zuständig ist. Dies führt zu einem erhöhten Augeninnendruck, der mit der Zeit den Sehnerv schädigt. Nach neueren Erkenntnissen ist aber nicht immer der Augendruck ausschlaggebend. So wird ein Glaukom oftmals nicht erkannt, da der Augeninnendruck normal ist. Das so genannte Normaldruckglaukom ist eine Form des Offenwinkelglaukoms und liegt bei 30 % der Glaukompatienten vor. Die trotz Normaldruck vorhandene Sehnervschädigung ist auf eine unzureichende Blutversorgung der Nervenfaserzellen zurückzuführen. Meist ist auch der ganze Körper von Durchblutungsstörungen betroffen: Patienten klagen u.a. über kalte Hände und Füße, hohen oder niedrigen Blutdruck, Migräne und Tinnitus (Ohrgeräusche).

Beide Formen des Offenwinkelglaukoms – mit erhöhtem oder normalem Augendruck – haben eines gemeinsam: Es treten in der Anfangsphase keine Symptome auf. Erst später, wenn die Sehnervschädigung weit vorgeschritten ist, kommt es zu Ausfällen im Gesichtsfeld, dem Bereich der Umgebung, den man wahrnimmt, ohne das Auge zu bewegen. Dann ist es jedoch zu spät, die Schäden sind irreparabel.

Das sekundäre (erworbene) Glaukom tritt als Folge oder Komplikation anderer Augenerkrankungen auf, z.B. Verletzungen, Entzündungen und Diabetes.

Maßnahmen / Therapie

Eine verlorene Sehkraft lässt sich nicht zurückbringen. Ein weiteres Fortschreiten der Krankheit und ein weiterer Verlust des Sehvermögens kann jedoch in den meisten Fällen mit Medikamenten, z.B. in Form von Augentropfen, verhindert werden. Je früher die Behandlung einsetzt, desto besser sind die Aussichten. Führen die Medikamente nicht zum gewünschten Erfolg, besteht die Möglichkeit einer Operation oder Laserbehandlung, um den Krankheitsfortschritt aufzuhalten.


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